Authentische Spiritualität beginnt dort, wo wir aufhören, jemand sein zu wollen.
Sie braucht keine perfekten Worte, keine ständige Erleuchtung und keine Inszenierung. Sie zeigt sich im Mut, ehrlich mit sich selbst zu sein – auch dann, wenn es unbequem wird.
Wahre Spiritualität ist still.
Sie lebt im Alltag, im Atmen, im Fühlen, im bewussten Dasein. Sie fragt nicht: Wie wirke ich?, sondern: Bin ich verbunden – mit mir, mit dem Leben, mit dem Moment?
Authentisch spirituell zu sein bedeutet, Licht und Schatten anzunehmen. Nicht alles heilen zu wollen, sondern zuzuhören. Nicht ständig höher zu streben, sondern tiefer zu sinken – in das eigene Sein.
Es ist ein Weg der Präsenz.
Ein Erinnern daran, dass Veränderung nicht irgendwo in der Zukunft liegt, sondern genau hier. In dem Moment, in dem wir uns erlauben, echt zu sein.
Meine tiefste Begegnung mit mir selbst
Meine tiefste Begegnung mit mir selbst fand nicht in Worten statt.
Sie geschah jenseits von Konzepten, jenseits von Rollen, jenseits dessen, was ich über mich zu wissen glaubte.
Ayahuasca und Kambo waren für mich keine Flucht, keine Suche nach etwas Größerem – sondern ein radikales Erinnern. Ein Spiegel, der nichts beschönigt und nichts verurteilt. Nur zeigt.
In dieser Begegnung konnte ich mir nicht ausweichen.
Kein spirituelles Ego, keine Masken, keine Geschichten. Nur Wahrheit. Roh, klar und still.
Ich begegnete mir selbst dort, wo Kontrolle endet und Hingabe beginnt. Dort, wo Angst und Liebe denselben Ursprung haben. Dort, wo ich mich nicht mehr erklären musste – sondern einfach sein durfte.
Diese Erfahrung hat mich nicht „erleuchtet“.
Sie hat mich geerdet. Mich zurückgebracht. Zu meinem Körper. Zu meiner Essenz. Zu mir.
Und vielleicht ist genau das die tiefste Spiritualität:
Sich selbst wirklich zu begegnen – und zu bleiben.